Pflichtversicherung für Tiere
Bald wird in Russland eine obligatorische Haustierversicherung eingeführt. Es ist bekannt, dass Deutschland einer der weltweiten Spitzenreiter in diesem Bereich des Versicherungsmarktes ist. Die Deutschen lieben Haustiere sehr. Im Land leben sieben Millionen Hunde und zwölf Millionen Katzen. Und natürlich gibt es die ewige Debatte zwischen Hundeliebhabern und Katzenliebhabern darüber, wen man besser zu Hause hält: einen Hund oder eine Katze?
Versicherer kennen die Antwort auf diese Frage. Ihrer Meinung nach ist die Haltung einer Katze finanziell vorteilhafter. Der Besitzer einer Katze benötigt lediglich eine standardmäßige Haftpflichtversicherung, die fast jeder deutsche Bürger besitzt. Eine solche Versicherung deckt alle Kosten ab, falls die pelzige Randaliererin etwas anstellt. Hundehalter hingegen müssen eine obligatorische Haftpflichtversicherung für Schäden abschließen, die ihr Hund verursacht. Dies ist eine Art obligatorische Haftpflichtversicherung für Hunde.
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Obligatorische Versicherung für Hunde potenziell gefährlicher Rassen
Die Haftpflichtversicherung für Hundehalter gilt nicht überall. Sie besteht in Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hamburg. In den anderen Regionen versichern nur Halter potenziell gefährlicher Hunderassen ihre Haftpflicht.
Laut offiziellen Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft sind im Land nur siebzig Prozent der Hunde versichert. Nach Aussage von Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale kennen nicht alle Hundehalter eine Regel.
Diese Regel besagt, dass Schäden, die der vierbeinige Freund anderen Personen zufügen kann, nicht in eine Standardversicherung eingeschlossen werden können. Daher muss ein Hund jeder Rasse, auch einer dekorativen, separat versichert werden.
«Auch ein kleiner Hund kann beißen», behauptet Weidenbach. Allerdings ist es einfacher, einen Zwergspitz zu versichern als einen Rottweiler.

Der Hundehalter trägt stets die Verantwortung für das Verhalten seines Hundes
«Hundehalter tragen stets die sogenannte Gefährdungshaftung», sagt Weidenbach. Aber was bedeutet das? Es bedeutet, dass sie immer schuld sind, wenn ihr Muchtar irgendwo Unfug treibt. Und es spielt keine Rolle, wie es passiert ist: durch Unachtsamkeit des Halters oder weil das Tier einfach während des Spaziergangs von der Leine gerissen ist.
Ein Beispiel: Eine Person stolpert versehentlich über einen friedlich liegenden Hund und bricht sich das Bein. Zum Teil liegt die Schuld beim Geschädigten selbst. Es wäre besser gewesen, auf den Boden zu achten. Aber das Gesetz ist unerbittlich und streng. Der Besitzer hätte auf den Hund achten und ihn von der Stelle wegführen müssen, wo Menschen gehen. Nun muss der unachtsame Besitzer dem Geschädigten die Behandlungskosten ersetzen sowie einen gewissen immateriellen und materiellen Schaden vergüten.
Kosten der obligatorischen Hundeversicherung
Für Hundehalter ist es ratsam, eine Versicherungspolice für ihren Liebling über drei Millionen Euro zu haben. Diese Summe deckt alle möglichen Risiken ab. Die jährliche Prämie für die sogenannte Hundehaftpflichtversicherung beträgt etwa 80 Euro.
Die Versicherung hilft Hundebesitzern sehr, auch wenn sie versehentlich gegen die Regeln zur Haltung ihrer Haustiere verstoßen. Beispielsweise übersehen sie ein Schild, das das Ausführen des Hundes ohne Leine verbietet. Die Deckung solcher Risiken wird oft im Kleingedruckten des Hundeversicherungsvertrags festgelegt, und der Vertreter der Versicherungsgesellschaft muss den Kunden unbedingt über diese angenehmen Boni informieren.
Wir suchen vorteilhafte Angebote aus
Experten raten Hundebesitzern, ihre Haustiere für einen kurzen Zeitraum zu versichern, da vorteilhafte Angebote nicht länger als ein Jahr gültig sind. Nach dem Kauf eines Welpen sollte man sich so schnell wie möglich um dessen Versicherung kümmern.
Es ist besser, eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung zu wählen. Die Selbstbeteiligung ist ein Betrag, den der Hundehalter dem Geschädigten selbst für den durch sein Haustier verursachten Schaden ersetzen muss.
Ein Züchter kann den Welpen für drei Monate versichern, bevor der neue Besitzer den Kleinen auf seinen Namen umversichert. Dies gibt dem neuen Besitzer Zeit, ein passendes Angebot auszuwählen.
Manche Menschen halten die Tierversicherung für nicht besonders notwendig, da die Suche nach einer guten Versicherung Zeit in Anspruch nimmt und den Besitzern viel Mühe abverlangt. Gleichzeitig kann die Versicherung alle mit der Tierhaltung verbundenen Risiken finanziell abdecken. Und Hundeliebhaber werden die Erziehung und das Training ihres treuen Freundes ernster nehmen.
Übersetzung von O. W. Ryndina
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