Flohbissdermatitis bei Katzen: Symptome und Behandlung

Die häufigste Form der Dermatitis bei Katzen ist die Flohbissdermatitis. Die Erkrankung entsteht nicht durch Insektenstiche, sondern dadurch, dass das Tier eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Bestandteilen des Speichels der Parasiten entwickelt.

Laut Statistik leiden haarlose und kurzhaarige Rassen sowie Katzen mit hellem Fell häufiger unter dieser Erkrankung. Die Dermatitis tritt hauptsächlich im Sommer sowie im Frühjahr und Herbst auf. In dieser Zeit sind die Flöhe am aktivsten. Dabei können sich sogar Haustiere anstecken, die die Wohnung nicht verlassen. Nicht selten bringt der Mensch die blutsaugenden Schädlinge an seinen Schuhsohlen mit nach Hause.

Die Katze kratzt sich

Entstehungsmechanismus

Der Flohspeichel ist reich an Histaminverbindungen, Enzymen und verschiedenen Aminosäuren. Sie gelangen auf die Haut oder unter sie, in die Epidermis, und dann in die Lymphe. Von dort aus werden sie im gesamten Organismus verteilt. Das Immunsystem reagiert darauf mit einer Dermatitis. Dies geschieht selten unmittelbar nach dem ersten Biss. Meist liegt eine wiederholte Einwirkung vor, die zur allmählichen Entwicklung einer Überempfindlichkeit führt.

Arten

Die Erkrankung wird nach dem Verlauf und dem entsprechenden klinischen Bild klassifiziert. Insgesamt unterscheidet man drei Formen:

  1. Akut. Sie geht mit unerträglichem Hautjucken einher.
  2. Chronisch. Es treten juckende Knötchen und Alopezie (kahle Stellen) auf.
  3. Subakut. Eine Zwischenform, die die beiden vorherigen Formen vereint.

Eine falsche Behandlung führt dazu, dass der akute Prozess chronisch wird. Und mit letzterem ist deutlich schwerer umzugehen. Darüber hinaus können fortgeschrittene Formen zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Deshalb sollte das Tier beim Auftreten der ersten Anzeichen einer Flohbissdermatitis umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden.

Flohbiss-Dermatitis

Symptome

Die Krankheit bleibt nicht lange unbemerkt. Der Besitzer wird schnell Verhaltensänderungen seiner Katze bemerken. Für die Flohbissdermatitis sind folgende Symptome typisch:

  • übermäßige Trockenheit der Epidermis;
  • unruhiges Verhalten (Gereiztheit, Unruhe, Ängstlichkeit, Miauen);
  • Appetitstörung;
  • Kratzspuren auf der Haut;
  • Brennen, Juckreiz;
  • Geschwüre, fibröse Knötchen, Schwellungen;
  • Das Fell wird an den betroffenen Stellen dünner, bricht oder fällt aus.

Die Haut fühlt sich gewöhnlich heiß an. Flöhe und ihre Ausscheidungen (dunkler Kot) sind mit bloßem Auge zu erkennen. Die sichtbaren Veränderungen betreffen am häufigsten die oberen Oberschenkel, den Rumpf und die Schwanzwurzel.

Manchmal kann sich bei einem chronischen Verlauf eine bakterielle oder Pilzinfektion hinzugesellen. In der Regel tritt in diesen Fällen ein eher unangenehmer Geruch der Katze auf.

Es ist zu beachten, dass ähnliche Anzeichen auch bei einigen anderen Erkrankungen auftreten können. Daher sollte man vor Behandlungsbeginn besser die Hilfe eines Spezialisten in Anspruch nehmen.

Der Tierarzt untersucht die Katze.

Diagnostik

Es gibt eine gute Methode, um Flöhe zu Hause zu entdecken. Dazu muss das Fell des Tieres angefeuchtet werden. Danach breitet man ein weißes Blatt Papier im A4-Format aus, hält das Haustier darüber und zerzaust das Fell. Wenn man auf dem Papier kleine schwarze Punkte entdeckt, deutet dies auf einen Flohbefall hin.

In der Tierklinik werden zur genauen Diagnosestellung eine visuelle Untersuchung und intrakutane Allergietests durchgeführt.

Eine Flohbissdermatitis sollte stets von anderen Pathologien unterschieden werden: Pedikulose, Dermatophytose, Arzneimittelallergie und Staphylokokken-Pyodermie.

Behandlung

Der Arzt verschreibt die Behandlung unter Berücksichtigung von Alter und Rasse des Haustiers sowie der Verlaufsform der Krankheit. Vor Beginn der Therapie werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • die Anwendung von Shampoo, Spray oder Tropfen zur Flohbeseitigung;
  • die Behandlung der Spielzeuge des Haustiers:
  • der Austausch der alten Schlafunterlage gegen eine neue;
  • falls weitere Tiere im Haushalt leben, sind auch diese gegen Flöhe zu behandeln;
  • die Entwesung aller Wohnräume mit obligatorischer Behandlung von Möbeln, Vorhängen und Teppichen.

Der Tierarzt wählt Präparate aus, die auf die Beseitigung von Parasiten, die Linderung von Symptomen und die Vermeidung von Rückfällen abzielen.

Untersuchung des Katers durch den Tierarzt.

Es gibt sehr viele Mittel gegen Flöhe. Die gebräuchlichsten sind:

  1. Tabletten (Nexgard, Comfortis). Sie werden schnell ins Blut aufgenommen und töten die Parasiten ab.
  2. Äußerlich anzuwendende Präparate in Form von Sprays, Tropfen oder Salben. Die am häufigsten verwendeten Varianten sind Advantage, Revolution und Frontline.
  3. Antibiotika (Cephalexin, Simplicef). Sie werden bei einer Hautinfektion verschrieben.
  4. Shampoos (Lugowoi, Bars, Fitoelita, Rolfclub). Sie beruhigen die entzündete Haut. Bei ihrer Anwendung ist Vorsicht geboten und die beiliegende Anleitung zu befolgen. Dies gilt besonders, wenn kleine Kätzchen gebadet werden. Alle oben genannten Shampoos enthalten das Insektizid Permethrin.

Was Halsbänder angeht, so sind sie besser als Vorbeugung gegen eine Flohbissdermatitis geeignet.

Für die beste Wirkung sollte ein kombinierter Ansatz verwendet werden – eine Kombination aus äußerlich anzuwendenden Mitteln und Tabletten.

Unangenehme Symptome lassen sich mit Präparaten auf Basis von Glukokortikosteroiden beseitigen:

Die Katze kratzt sich

Wenn die Katze wunde Stellen mit Anzeichen von Eiterung aufweist, sollten diese besser mit antibakteriellen Präparaten behandelt werden.

Während der Behandlung sollte die Ernährung des Tieres angepasst werden. Da eine Flohbissdermatitis häufig mit allergischen Reaktionen einhergeht, sind hypoallergene Futtermittel zu bevorzugen.

Intensive therapeutische Maßnahmen helfen, die Krankheit in kurzer Zeit zu bewältigen.

Vorbeugung

Im Rahmen der Prävention sollten Sie folgende Regeln beachten:

  • keinen Kontakt zu Straßenkatzen zulassen;
  • ein Flohschutz-Halsband erwerben;
  • regelmäßig die Wohnung desinfizieren.

Die Flohdermatitis bei Katzen ist eine sehr unangenehme und gefährliche Krankheit, die dem Haustier viele Unannehmlichkeiten bereitet. Sie erfordert eine sofortige Behandlung. Daher ist es besser, sich rechtzeitig um die Prävention zu kümmern, um Probleme zu vermeiden.

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