Hund mit violetter Zunge: Rasse
Die normale Zungenfarbe bei Hunden ist rosa. Eine Veränderung der Farbe dieses Muskelorgans – Verdunkelung, Blässe oder Blaufärbung (Zyanose) – wird bei den meisten Rassen durch gesundheitliche Probleme verursacht. Bei einigen Hunderassen ist die ungewöhnliche blaue Zungenfarbe jedoch normal; eine solche Pigmentierung dient als Zeichen ihrer reinrassigen Abstammung.
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Chow-Chow
Aus dem Chinesischen übersetzt lautet der Rassenname «Hund – zottiger Löwe». Lippen, Zunge und Gaumen des Tschau-Tschau sind bläulich-schwarz oder violett. Diese Besonderheit in Kombination mit dem «bärenartigen» Körperbau, der gutmütigen Schnauze mit aufrechten Ohren, dem dichten Fell und dem «stelzenden» Gang machen dieses Tier äußerlich attraktiv. Auf dem Foto sieht ein Tschau-Tschau-Welpe wie ein Spielzeug-Plüschbär aus.
Tschau-Tschau gehören zur Gruppe der Spitze, sie sind ausgezeichnete Wachhunde und freundliche Begleiter. Die Rasse gilt als eine der ältesten der Welt: DNA-Studien haben gezeigt, dass Tschau-Tschau von Wölfen abstammen, es gibt auch die Version, dass in ihrer Abstammung die Tibetdogge vorkommt. Die ersten Züchter der Rasse waren Mönche buddhistischer Tempel in China und der Mongolei.
Diese Hunde haben einen kompakten Körperbau, aber recht große Ausmaße:
- Widerristhöhe 50 — 56 cm;
- Gewicht 27–32 kg;
- Lebenserwartung: 9 bis 15 Jahre.
Das Fell kann rot, schwarz, weiß (manchmal mit bläulichem Schimmer) oder cremefarben sein.
Vom Charakter her sind Tschau-Tschau gutmütig, aber etwas impulsiv. Sie haben wenig Kontakt zu Fremden und anderen Haustieren, aber ihrem Besitzer sind sie von ganzem Herzen ergeben.
Herkunft
Wissenschaftler streiten auch heute noch darüber, warum sich bei Hunden der Rasse Tschau im Laufe der Evolution eine violette Zunge entwickelt hat. Viele glauben, dass die Tiere die Pigmentierung von ihren Vorfahren geerbt haben, aber auch hier gehen die Meinungen auseinander.
Variante 1 – Bären. Obwohl die Wissenschaft offiziell nicht bestätigt, dass in den Genen des Tschau-Tschau Bärenblut fließt, verbindet diese Tiere sehr viel:
- Pigmentierung des Mauls und der Zunge;
- Gang;
- Skelettbau.

Variante 2 – eine ausgestorbene Sorte von Polarwölfen. Eine realistischere Theorie, die besagt, dass die ersten Chow-Chow während der tibetischen Überfälle auf chinesisches Gebiet gelangten und nach Mongolei durch die Weiten Sibiriens wanderten.
In China gibt es auch eine schöne Legende darüber, wie die Welt erschaffen wurde. Als die Erde und die Tiere erschaffen waren, war die Zeit für Himmel und Sterne gekommen, aber etwas ging schief und ein Stück Himmel fiel auf die Erde. Genau dieses leckte ein neugieriger Hund und färbte sich so für immer die Zunge in einem ungewöhnlichen Farbton. Es ist nicht schwer zu erraten, welcher Hund mit blauer Zunge in der Legende erwähnt wird.
Pigmentierung des Mauls (Norm und Abweichungen)
Um tatsächlich zu verstehen, warum der Chow-Chow eine violette Zunge hat, sollte man sich damit befassen, wie genau dieses Merkmal des Tieres entsteht.
Wichtig! Der ungewöhnliche Farbton des Mauls ist nichts anderes als ein hoher Pigmentgehalt in den Zellen, die die innere Oberfläche des Mauls und der Zunge auskleiden.

Dabei gelten als Normvarianten:
- verschiedene Zungenfarbtöne, von bläulich bis violett-schwarz;
- Vorhandensein von „Farbverläufen“;
- cremefarbenes Zahnfleisch in Kombination mit einer dunklen Zunge.
Natürlich neigen die Richter auf Ausstellungen dazu, Vertretern der Rasse mit einem satten, einheitlichen Farbton des Mauls höhere Punktzahlen zu geben.
Dabei gelten rosa Flecken oder eine Pigmentierung, die sich farblich stark vom Grundton unterscheidet und an einer beliebigen Stelle der Zunge befindet, als Fehler.
Interessante Fakten
Nachdem Sie sich entschieden haben, welche Rasse Ihnen gefällt und dass es sich zu 100% um einen Hund mit violetter Zunge handelt, bereiten Sie sich auf Überraschungen vor:
- bei der Geburt haben alle Chow-Chow-Welpen eine rosafarbene Zunge, die Pigmentierung beginnt sich erst nach 1 Monat zu zeigen;
- die Intensität der Färbung ist eine Eigenschaft, die durch den individuellen Gensatz des jeweiligen Tieres bestimmt wird;
- der Farbton der Zunge ändert sich mit dem Alter;
- die Farbe kann sich je nach Lufttemperatur und Gesundheitszustand des Hundes ändern;
- selbst eine Stresssituation kann ein Auslöser für eine Veränderung des Farbtons sein (Besitzer von Ausstellungshunden wissen, dass der Farbton bei Aufregung weniger gesättigt wird).

Verwandte Rassen
Wenn Sie sich fragen, welcher andere Hund in der Natur eine blaue Zunge haben kann, möchten wir Ihnen zwei weitere Besitzer dieses Merkmals vorstellen, die ihrerseits vom Chow-Chow abstammen.
Scharpei
Der Hund vom Molosser-Typ Shar-Pei («Han-Hund») stammt aus China, der Rassenname wird mit «Sandfell» übersetzt. DNA-Analysen bestätigen, dass diese exotischen Geschöpfe seit mehr als 3.000 Jahren auf der Erde leben. Es wird angenommen, dass die Vorfahren der Shar-Pei Mastiff und Chow-Chow waren, die charakteristischen Merkmale der Rasse sind die dunkelviolette Zunge und die zahlreichen Hautfalten.
Der Grund, warum der Shar-Pei eine so ungewöhnliche Zungenfarbe hat, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Einer alten Legende zufolge stahl ein Hund namens Schar die Haut seines Bruders Pei. Auf der Flucht mit der gestohlenen Haut stolperte Schar und biss sich auf die Zunge, die für immer dunkelblau blieb.

Diese Hunde flößen selbst auf Fotos unwillkürlichen Respekt ein: kräftiger Knochenbau, athletischer Körperbau, imposante Statur, massiver Kopf mit kräftigen Kiefern, große Hängeohren. Hunde der Rasse Shar-Pei wiegen 18-30 kg, die Widerristhöhe beträgt 45-50 cm, die Lebenserwartung liegt zwischen 9 und 11 Jahren. Die Farbvarianten sind braun, schwarz, gelblich-creme, lila. Den Charme des Shar-Peis macht die lustige «flusspferdartige» Schnauze, der müde-weise wirkende Gesichtsausdruck und das samtig aussehende, aber sandartig harte «übergroße» Fell aus.
Vom Charakter her sind Shar-Peis ruhig und freundlich. Sie sind intelligent, kontrollieren ihre Emotionen gut, verstehen sich mit Kindern und zeigen keine Aggression gegenüber Fremden. Zum Schutz des Besitzers, des Eigentums oder des Territoriums zeigen sie Mut und Durchsetzungsvermögen, in schwierigen Situationen können sie sich schnell orientieren und die richtige Entscheidung treffen. Diese Rasse gilt als universell und wird als Wach-, Schutz-, Jagd- und manchmal auch Kampfhund eingesetzt.
Eurasier (Oyrasier)
Diese Rasse wurde Ende des letzten Jahrhunderts in Deutschland durch Kreuzung von Wolfspitz und Chow-Chow gezüchtet. Von Letzterem erbte er die Besonderheit der blauen Zunge. Der Hund hieß zunächst «Wolf-Chow», der Name «Eurasier» wurde ihm nach der Anerkennung der Rasse durch die Internationale Kynologische Föderation (FCI) verliehen.
Eine blaue, dunkelblaue oder violette Pigmentierung der Zunge und manchmal auch der Mundschleimhaut gilt als Zeichen edler Abstammung des Eurasiers. Die Intensität der Färbung kann sich im Laufe des Lebens des Haustiers sowie je nach Jahreszeit und Umgebungstemperatur ändern.
Der Eurasier ist ein harmonisch gebauter mittelgroßer Hund. Die Widerristhöhe beträgt 50 bis 60 cm, das Gewicht 25-32 kg. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 13 Jahren. Die einfarbige Färbung umfasst Rotbraun, Weiß, rein Schwarz oder Schwarz mit Silber. Das Fell ist lang, flauschig, mit Fahnen an Rute und Hals und «Hosen» an den Hinterläufen.

Intelligent, ruhig und ausgeglichen, ist der Eurasier seinem Besitzer sehr ergeben, versteht sich aber auch gut mit anderen Familienmitgliedern und zeigt gegenüber Fremden keine unbegründete Aggression. Fröhlich, aktiv, sehr reinlich, ist dieser Hund eine ausgezeichnete Wahl als Familienbegleiter und Wachhund, aber man kann ihn nicht ständig an der Leine halten, er braucht Bewegung und Gesellschaft.
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