Welche Hunderasse wurde für die Jagd gezüchtet

Nachdem der Mensch den Wolf gezähmt und domestiziert hatte, gewann er den Hund – einen treuen Freund und zuverlässigen Helfer, der den Besitzer ohne Worte verstehen und ihn sogar unter Einsatz seines eigenen Lebens beschützen kann. Heute gibt es weltweit mehr als 400 Hunderassen, darunter Dienst-, Jagd-, Sport- und Zierhunde.

Für verschiedene Jagdmethoden wurden im Laufe der Jahrhunderte Rassen mit bestimmten Arbeitseigenschaften und Körpergrößen gezüchtet. Unter Berücksichtigung der natürlichen Merkmale und der ausgebildeten Fähigkeiten werden die Vertreter der Jagdrichtung in mehrere Haupttypen unterteilt, die jeweils für bestimmte Aufgaben geeignet sind.

Hund auf der Jagd

Laufhunde

Dies ist die größte Gruppe von Jagdhunden, die sich in Körperbau und Charakter ähneln. Zu den besonderen Eigenschaften der Laufhunde gehören ein sehr feiner Geruchssinn, Ausdauer und Unermüdlichkeit bei der Verfolgung von Wild. Wenn sie die Spur eines Hasen, Fuchses oder Wildschweins finden, treiben sie das Tier bis zur völligen Erschöpfung oder treiben es in Richtung des Jägers.

Windhunde

Stark und ausdauernd, mit scharfem Sehvermögen, die eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h erreichen und die Beute lange verfolgen können, eignen sich diese Hunde hervorragend für die Hetzjagd auf Pelztiere und kleine Huftiere. Windhunde werden normalerweise für die unbewaffnete Jagd im offenen Gelände eingesetzt.

Erdhunde

Da diese Hunderassen für die Jagd auf Tiere verwendet werden, die in unterirdischen Bauten leben, müssen sie klein sein und einen beweglichen und flexiblen Körper haben. Mit Erdhunden jagt man Hasen, Marder, Dachse, Füchse; sie sind auch bei der Jagd auf Birkhühner nützlich. Ein ausgebildeter Erdhund kann einen erlegten Vogel aus dem Wasser apportieren.

Vorstehhunde

«Arbeitsfunktion» des Vorstehhundes – das Wild aufspüren, sich ihm unbemerkt nähern und dem Jäger stumm ein Signal geben, indem er eine besondere Pose einnimmt – den «Vorsteh», und wenn der Besitzer in der Nähe ist, den Vogel zum Schuss hochjagen. Vorstehhunde sind auch darauf trainiert, einen angeschossenen Vogel zu apportieren, ohne dessen Kadaver zu beschädigen.

Jäger mit Hund

Universelle Rassen

Hunde einiger Rassen eignen sich sowohl für die Jagd auf Landwild (Wildschwein, Elch, Bär, Zobel, Eichhörnchen, Marder, Auerhahn) als auch für die Jagd auf Enten und andere Wasservögel.

  • Laika. Wenn der Hund Wild entdeckt, bellt er es laut und enthusiastisch an. Dies ist eine Möglichkeit, die Beute aufzuhalten, und gleichzeitig ein Signal für den Jäger. Wenn das Wild wegläuft, verfolgt die Laika es schweigend und «schaltet die Sirene ein», sobald sie das fliehende Tier oder den Vogel zum Stehen gebracht hat.
  • Spaniel. Die Spezialisierung von Spaniels ist die Jagd auf Wasservögel, aber diese Rasse wird auch für die Verfolgung von Landwild verwendet. Diese Hunde sind leidenschaftlich, körperlich ausdauernd und können stundenlange Verfolgungsjagden zu Land oder im Wasser überstehen.
  • Retriever. Der Zweck dieses Jagdhundes wird durch seinen Namen bestimmt, der aus dem Englischen übersetzt «finden und bringen» bedeutet. Retriever werden oft gemeinsam mit Vorstehhunden eingesetzt; die einen suchen das Wild und treiben es vor die Flinte, die anderen bringen die Beute.
  • Laika
    Laika

Die besten Jagdhunderassen

  • Kurzhaar. Deutsche Kurzhaar-Vorstehhunde gelten als die elitärste Rasse unter den großen Hunden, die für die Jagd zu Wasser und zu Lande bestimmt sind. Sie sind intelligent, treu, leicht zu trainieren und besitzen genetisch bedingte Fähigkeiten zur Verfolgung von Wild.
  • Labrador Retriever, Golden Retriever. Hunde dieser beiden ähnlichen Rassen bewältigen hervorragend die Aufgabe, bereits geschossene Beute zu finden, zu apportieren und dem Jäger zu übergeben. Retriever sind aktiv, energisch und schwimmen hervorragend. Sie haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und einen kommunikativen Charakter. Beide Retrieverarten besitzen einen besonderen Kiefertyp, der es dem Hund ermöglicht, die Beute vorsichtig, ohne den Kadaver zu beschädigen, zum Jäger zu bringen. Labradore werden häufiger für die Entenjagd eingesetzt: Ihr Fell ist mit einem speziellen wasserabweisenden Überzug versehen. Golden Retriever sind eher für die Jagd an Land beliebt ― ihr welliges Fell ist länger, und der Schwanz ähnelt einer flauschigen Feder.
  • Epagneul Breton. Der kleinste Vertreter der Familie der französischen Vorstehhunde, der bretonische Epagneul, zeichnet sich durch Energie, Gutmütigkeit und Intelligenz aus. Allerdings muss seine Ausbildung als Jagdgebrauchshund schon in jungen Jahren beginnen, da Epagneuls aufgrund ihrer natürlichen Neugier zu übermäßiger Geselligkeit neigen.
  • Beagle. Dieser kurzhaarige zwei- oder dreifarbige Hund wurde schon von den alten Griechen zur Jagd verwendet. Beagle besitzt alle Vorzüge eines Laufhundes: Er ist energisch, hat einen kräftigen Körperbau, Ausdauer und eine klare Stimme. Aufgrund ihres etwas eigensinnigen Charakters benötigen Hunde dieser Rasse eine gute Disziplin.
  • Kurzhaar
    Kurzhaar
  • Pointer. Gezüchtet aus der Kreuzung von Laufhunden, Windhunden und Vorstehhunden, bekannt für das klassische 'Vorstehen' auf Wild, gilt der Pointer zu Recht als ausgezeichneter Jäger. Es ist ein intelligenter, freundlicher und ruhiger Hund; seine natürlichen Eigenschaften – hervorragende Spürnase und Fähigkeiten als Spürhund – machen Erziehung und Ausbildung einfach.
  • Springer Spaniel. Diese Rasse wird von Jägern wegen ihrer Energie und der Fähigkeit, sich schnell an das Gelände anzupassen, geschätzt. Der Englische Springer Spaniel ist ideal für die Vogeljagd – er verfolgt die Beute gut und kann sie halten, bis der Besitzer eintrifft.
  • Foxterrier. Wie der Rassenname bereits andeutet, wurden diese Hunde für die Fuchsjagd gezüchtet; heute jagt man mit ihnen auch Vögel oder kleine Tiere. Foxterrier verfügen über scharfe Augen, Kraft und Furchtlosigkeit und sind bereit, ein Wildtier anzugreifen, das sie an Gewicht und Größe weit übertrifft.
  • Dackel. Als Jagdhund wird der Dackel für seine außergewöhnlichen körperlichen Eigenschaften, seine Furchtlosigkeit und seinen Eifer geschätzt. Diese Rasse wird auch „Dachshund“ genannt: die geringe Größe und die sehr kurzen Beine ermöglichen es dem Dackel, die Beute in engen Bauen zu verfolgen.
  • Pointer
    Pointer

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