Hunderassen, die nicht haaren

Hunde, die überhaupt nicht haaren, gibt es in der Natur nicht. Es gibt jedoch Rassen, deren Haarausfall minimal ist. Grob kann man sie in mehrere Kategorien einteilen: kleine, mittlere und große.

Kleine nicht haarende Hunderassen

Die Beliebtheit kleiner Haushunde lässt nicht nach. Dies ist nicht nur ihrem kuscheligen Aussehen zu verdanken, sondern auch dem Ausbleiben von Geruch und Haarausfall. Als ideal für die häusliche Haltung können die folgenden Rassen genannt werden:

Malteser

Malteser — glamouröse und elegante „Bewohnerin“ des Mittelmeerraums. Trotz ihres puppenhaften Aussehens hat sie einen sehr kapriziösen und eigenwilligen Charakter. Sie reagiert eifersüchtig auf Kinder, da sie fürchtet, nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Dieser kleine Hund ist ein echter Energizer, der selbst die faulsten Familienmitglieder von der Couch holen kann. Er neigt nicht zu starkem Haarausfall und eignet sich hervorragend für die Haltung in Wohnungen mit geringer Quadratmeterzahl. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 15-18 Jahre.

Malteser

Yorkshire Terrier

Yorkshire Terrier — eine dekorative Rasse, die Ende des 19. Jahrhunderts in England (Grafschaft Yorkshire) gezüchtet wurde. Mutige, kluge und selbstbewusste Hündchen, die jeden anbellen, der die Unversehrtheit ihrer Besitzer gefährdet. Ursprünglich wurden Yorkies zur Jagd auf Nagetiere gezüchtet und waren etwas größer. Durch Selektion wurde der heutige Standard festgelegt, der Liebhaber kleiner Haushunde zufriedenstellt. Die häufigsten Farbtypen sind Gold-Schwarz, Dunkel mit roten Abzeichen, Gold-Blau.

Yorkshire Terrier

Shih Tzu

Man nimmt an, dass die Heimat des Shih Tzu China ist, doch seine genaue Herkunft wurde bisher nicht ermittelt. Aus dem Chinesischen übersetzt bedeutet Shih Tzu „Löwenjunges“. Die Hunde kamen Anfang des 19. Jahrhunderts nach Europa. Sie haben das längste Fell im Verhältnis zur Körpergröße. Sie haaren praktisch nicht und riechen nicht, weshalb sie „Stammgäste“ in Stadtwohnungen sind, in denen Allergiker und kleine Kinder leben. Trotz ihres Spielzeugaussehens haben sie einen kräftigen Körperbau und können mit beeindruckenden Kraftwerten aufwarten. Sie können Einsamkeit absolut nicht ertragen und folgen ihrem Besitzer überallhin. Am häufigsten kommen Hündchen in Weiß-Gold, Weiß-Blau, Creme, Braun und Schwarz-Schecken vor.

Shih Tzu

Brüsseler Griffon

Das Herkunftsland der Brüsseler Griffons ist Belgien. Die ersten Erwähnungen der Rasse stammen aus dem 18. Jahrhundert. In ihrer Heimat wurden die Hunde zur Rattenjagd eingesetzt und entwickelten sich nach und nach von den Ställen bis hin zu den Wohnzimmern. Sie sind sehr klug, aufgeweckt und intellektuell entwickelt. Sie besitzen einen kräftigen, athletischen Körperbau und können ernsthafte körperliche Belastungen aushalten. Das Fell ist hart, dicht und von drahtiger Struktur. Die Farbe ist normalerweise rot in verschiedenen Schattierungen. Aufgrund ihrer strukturreichen Schnauze, die Ähnlichkeit mit einem menschlichen Gesicht hat, werden Griffons häufig in Filmen eingesetzt und erscheinen in verschiedenen Fernsehsendungen.

Brüsseler Griffon

West Highland White Terrier

Die Heimat der West Highland White Terrier ist Schottland. Ursprünglich wurden sie für die Jagd auf Kleinwild eingesetzt. Dank ihrer geringen Größe drangen die Hunde leicht in alle Höhlen ein und waren der Schrecken von Füchsen, Dachsen usw. Heute werden sie eher als dekorative Haustiere gehalten. Sie sind fröhlich und unruhig, lieben lange Spaziergänge im Freien. Ihr Charakter ist stur, mutig, aber gleichzeitig sehr leicht und friedliebend. Das Fell ist mittellang, ziemlich hart, im Gegensatz zur Unterwolle, die weich und flauschig ist, ähnlich wie Pelz. Sie haaren praktisch nicht, benötigen aber regelmäßiges Trimmen.

West Highland White Terrier

Zwergpudel

Um das Recht, diese Rasse zu besitzen, streiten sich gleich zwei Länder – Frankreich und Deutschland. Ursprünglich wurden die Hunde eingesetzt, um Enten, Gänse, Wachteln und anderes Wild aus dem Wasser zu holen. Durch Selektion haben die Pudel eine dekorative Funktion erhalten, aber dabei ihr Selbstwertgefühl und ihre innere Ausstrahlung keineswegs verloren. Ihre Trainierbarkeit machte sie zu Stammgästen in Zirkussen, und dank des luxuriösen, seidigen, weichen und üppigen Fells heben sich die Hunde deutlich von ihren vierbeinigen Artgenossen ab. Sie haben einen gutmütigen, fügsamen Charakter, verstehen sich hervorragend mit Kindern und ertragen Einsamkeit recht problemlos. Sie haben keinen typischen Hundegeruch.

Zwergpudel

Bichon Frisé

Die Übersetzung des französischen Namens des Hundes Bichon Frisé bedeutet 'lockiger Schoßhund'. Die Farbe ist ausschließlich weiß, die Widerristhöhe überschreitet nicht 30 cm. Der Charakter der Bichons ist recht komplex, aber bei richtiger Erziehung gelingt es, eine gemeinsame Sprache mit dem Besitzer zu finden. Neben der Hypoallergenität, der Geruchsfreiheit und der fehlenden Haarung gewöhnt sich diese Rasse leicht an die Katzentoilette. Aufgrund ihrer erhöhten Aktivität, Energie und Verspieltheit benötigt der Hund jedoch regelmäßigen Auslauf. Von Natur aus ist sie sehr neugierig und nicht aggressiv.

Bichon Frisé

Chinesischer Schopfhund

Die Heimat dieser Hunde ist vermutlich Mexiko oder Afrika. Wie sie nach China gelangten, ist nicht sicher bekannt. Die Rasse hat keine jagdlichen Wurzeln und wurde ausschließlich für die Haltung in der Wohnung gezüchtet. Chinesische Schopfhunde können entweder völlig haarlos sein (einzelne Haarbüschel an Gliedmaßen, Kopf und Schwanz) oder mit weichen, schleierartigen Haaren bedeckt – sogenannte Puderquasten. Sie riechen nicht und haaren nicht. Sie sind aktiv, lebensfroh und fröhlich. Sie sind ihrem Besitzer treu und sehr vorsichtig gegenüber Fremden. Sie können 18 bis 20 Jahre alt werden.

Chinesischer Schopfhund

Mittlere und große nicht haarende Hunderassen

Bei entsprechenden Wohnverhältnissen lassen sich solche Rassen in Betracht ziehen – sie sind nicht weniger schön, klug und gutmütig als die dekorativen.

Foxterrier

Man unterscheidet glatthaarige und rauhaarige Foxterrier. Der Standard wurde 1876 offiziell registriert. Sie werden noch immer für die Fuchsjagd eingesetzt. Als Haustier ist dieser Hund in Haushalten mit Kindern unbezahlbar. Er ist der beste Freund der Kinder und auch derjenigen, die ihre Freizeit gerne aktiv verbringen. Sie besitzen einen furchtlosen Charakter, der an Tollkühnheit grenzt. Sie stürzen sich leicht in den „Angriff“, selbst wenn der Gegner eine sichtbare physische Überlegenheit hat.

Foxterrier

Schottischer Terrier

Schottischer Terrier – der stolze, unabhängige und störrische Schotte kann sich stets selbst verteidigen. Die geringe Größe des Hundes erweckt den trügerischen Eindruck von Zerbrechlichkeit und Wehrlosigkeit. Die Rasse ist ein Jagdhund, daher benötigt sie lange Spaziergänge und regelmäßige körperliche Betätigung. Die geringe Körpergröße wird durch kräftige Pfoten, Hals und Zähne mehr als wettgemacht. Er bellt selten ohne Grund und passt sich sowohl an das Stadtleben als auch an das Leben auf dem Land hervorragend an. Das Fell ist lang und rau, am Gesicht geht es in charakteristische Schnurrbärte und einen Bart über. Farbvarianten: gestromt, schwarz, beige.

Schottischer Terrier

Basenji

Herkunftsregion – Zentralafrika. Eine der ältesten Hunderassen. Basenjis können nicht bellen und geben nur leise knurrende Laute von sich, wenn sie aufgeregt oder erregt sind. Sie sind sehr aktiv, intelligent, anmutig und haben eine ausgezeichnete Gesundheit. In Bezug auf Sauberkeit werden sie oft mit Katzen verglichen. Sie sind anspruchslos in der Haltung und körperlich robust. Sie gelten als völlig hypoallergen, riechen nicht und haaren nicht.

Basenji

Italienisches Windspiel

Die Spur des Italienischen Windspiels lässt sich bis ins alte Ägypten zurückverfolgen, wovon zahlreiche Zeichnungen und Darstellungen des Hundes auf Bildern, Vasen und Alltagsgegenständen in den Wohnstätten der Pharaonen zeugen. Der Höhepunkt seiner Beliebtheit lag in der Renaissance. Windspiele sind anmutig, freundlich und beweglich. Aufgrund des zierlichen Körperbaus sind sie jedoch anfällig für Verletzungen, besonders beim Spielen mit Kindern. Trotz eines schwachen Geruchssinns orientieren sie sich gut im Raum und haben eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Sie knurren und bellen oft, daher können sie bei der Haltung in einem Mehrfamilienhaus Probleme für die Nachbarn verursachen.

Italienisches Windspiel

Irish Soft Coated Wheaten Terrier

Irischer Soft-Coated Wheaten Terrier — eine weitere nicht haarende Rasse, die vor über 200 Jahren in Irland gezüchtet wurde. Der Wheaten Terrier wurde durch eine sogenannte "Volksselektion" gezüchtet, indem Hunde aus Bauernhäusern gekreuzt wurden. Der Name weist unmissverständlich auf die Haupttugend dieser Terrier hin: ein seidiges, weiches, samtiges Fell in der Farbe von reifem Weizen. Der Hund ist energisch, neugierig und verspielt, aber dabei sehr ausgeglichen und intellektuell entwickelt. Aufgrund seines mutigen Charakters kann er nicht nur als Haustier dienen, sondern auch bei der Viehhaltung helfen und als Wachhund fungieren.

Irish Soft Coated Wheaten Terrier

Portugiesischer Wasserhund

Portugiesischer Wasserhund — eine Jagdrasse, die im Mittelalter in Portugal gezüchtet wurde. Ursprünglich wurde sie von Fischern verwendet, um Fische in Netze zu treiben, verlorene Angelgeräte zu suchen, Nachrichten von einem Schiff zum anderen zu übermitteln usw. Sie hat einen ruhigen, ausgeglichenen Charakter, eine ausgezeichnete Gesundheit und gute geistige Fähigkeiten. Das Fell ist dicht, haart nicht, ist hypoallergen und wasserabweisend. Ein ideales Arbeitspferd, das keine Müdigkeit kennt und immer voller Energie ist. Im Durchschnitt werden Hunde 11-13 Jahre alt.

Portugiesischer Wasserhund

Tibet-Terrier

Tibet-Terrier gehören nicht zur Terriergruppe und verdanken ihren Namen den Europäern, die damals die Ähnlichkeit der Hunde mit dieser Rasse entdeckten. Jahrhunderte lang lebten die Hunde in tibetischen Klöstern und dienten den Mönchen als Begleiter. Sie galten bei der lokalen Bevölkerung als Glücksbringer, so dass sie in Familien wie Verwandte und leibliche Kinder behandelt wurden. Sie zeichnen sich durch beneidenswerten Intellekt und ein ideales Gleichgewichtsgefühl aus. Sie sind leicht zu trainieren und passen sich schnell dem Charakter und den Gewohnheiten ihres Besitzers an. Sie können keine Einsamkeit ertragen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12-15 Jahren.

Tibet-Terrier

Wie man sieht, ist die Auswahl an nicht haarenden Hunden recht groß und vielfältig. Alle Rassen haben ihre eigene Persönlichkeit und sind für die Haltung im Haus geeignet.

Lesen Sie auch:



3 Kommentare

  • Man kann jede Rasse empfehlen. Hauptsache ist Ihre Einstellung zum Haustier. Wie bereit sind Sie für ein neues Familienmitglied und wie viel Zeit können Sie ihm widmen?
    Die Frage des Geruchs ist eine Frage der Fütterung und Hygiene.

    1
    2

  • Ich kann nicht über alle genannten Rassen sprechen, aber Yorkies stinken sehr.

    3
    3

    • Wenn von einem Yorkie bei regelmäßigem Baden ein unangenehmer Geruch ausgeht, stimmt etwas mit der Gesundheit nicht. Es kann viele Ursachen geben: von verstopften Analdrüsen bis zu ernsthaften dermatologischen Erkrankungen und hormonellen Störungen. Man muss die Ursache dafür herausfinden, nicht pauschal über alle Yorkies sprechen!

      6
      1

Kommentar hinzufügen

Katzenerziehung

Hundeerziehung