Der schnellste Hund der Welt
Im Laufe vieler Jahre der Selektion wurden von Züchtern Hunderte von Rassen mit ihren eigenen besonderen Eigenschaften und Merkmalen hervorgebracht. Aber auch unter ihnen gibt es Rekordhunde, die durch ihre Geschwindigkeit und Ausdauer verblüffen. Welcher von ihnen ist der schnellste Hund der Welt?
Inhalt
- 1 Weltrekordhalter Greyhound
- 2 Whippet – der kleine englische Windhund
- 3 Saluki – Persischer Windhund
- 4 Azawakh – Afrikanischer Windhund
- 5 Podengo Ibicenco – Ibizanischer Windhund
- 6 Afghanischer Windhund
- 7 Russische Psowaja Barsaja
- 8 Vizsla – Ungarischer Vorstehhund
- 9 Deerhound – Schottischer Hirschhund
- 10 Pharaonenhund
- 11 Levrette – Italienisches Windspiel
Weltrekordhalter Greyhound
Der Champion, der den Weltrekord aufgestellt hat, ist ein Hund der Rasse Greyhound namens Star Taitla. Bei den 1994 durchgeführten Wettbewerben erreichte er eine Geschwindigkeit von 67,32 km/h. Bislang hat niemand von den vierbeinigen Sportlern anderer Rassen den Titel des schnellsten Hundes gebrochen.
Schnelle Windhunde dieser Art gab es bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. auf britischem Boden. Die edlen Tiere waren eine Zierde der Höfe reicher Aristokraten. Trotz aller Schnelligkeit und der Fähigkeit, aus einem plötzlichen Sprint blitzartige Geschwindigkeit zu entwickeln, haben die Greyhounds einen erheblichen Nachteil: Sie sind ziemlich faul und nicht bereit, stundenlang zu laufen. Nachdem sie nur wenige Minuten an aktiven Spielen teilgenommen haben, beruhigen sie sich und gehen zu einem gemäßigteren Tempo über.
Der Fairness halber sei angemerkt, dass es unter den Windhunden durchaus würdige Konkurrenten gibt, die in den kommenden Jahren mit den schnellen Schönheiten der Greyhounds konkurrieren können. Um sie näher kennenzulernen, präsentieren wir Ihnen eine Auswahl der Top der schnellsten Hunde der Welt.

Whippet – der kleine englische Windhund
Zu den schnellsten Hunderassen der Welt können getrost die sanften und liebevollen Whippets gezählt werden, die als hervorragende Begleiter und Blindenführhunde gelten. Die anmutigen Tiere existierten bereits zur Zeit des Römischen Reiches, wovon zahlreiche Abbildungen auf Statuen jener Epoche zeugen.
Den ungewöhnlichen Namen 'Whippet' bekamen die Vertreter dieser Rasse nicht ohne Grund. Bei wörtlicher Übersetzung aus dem Englischen bedeutet er 'Peitschenhieb'. Der Name charakterisiert die schnellen Tiere perfekt, die in einem Anfall von Eifer Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreichen können.
Whippets sind einzigartige Jäger. Sie sehen nachts hervorragend und können daher zu jeder Tages- und Nachtzeit Beute fangen und bringen.

Saluki – Persischer Windhund
Eine würdige Konkurrenz für die schnellste Hunderasse der Welt stellen die Persischen Windhunde dar. Abbildungen von Vertretern dieses uralten Stammes finden sich sogar auf Denkmälern am Beginn der Zivilisation. Jahrtausendelang wurden diese Tiere in den Ländern des Nahen Ostens ausschließlich zur Jagd eingesetzt.
Die Hauptbesonderheit der Persischen Windhunde ist ihre Fähigkeit, eine Geschwindigkeit von 70 km/h zu erreichen und diese mühelos über lange Strecken beizubehalten. Bei der Verfolgung ihrer Beute geben die Salukis keine Laute von sich und verlassen sich nur auf ihr Sehvermögen.

Azawakh – Afrikanischer Windhund
Vertreter dieser exotischen Rasse wurden von afrikanischen Nomaden gezüchtet. Die anmutigen Tiere belegen Spitzenpositionen im Ranking der schnellsten Hunde der Welt, da sie eine erstaunliche Geschwindigkeit von 65 km/h erreichen.
Bei der Jagd auf schnelle Tiere sind die Azawakhs unübertroffen. Sie holen sowohl flinke Hasen als auch schnelle Gazellen mühelos ein. Zudem können sie die Verfolgung der Beute über mehrere Stunden aufrechterhalten. Wenn sie sie eingeholt haben, töten sie sie nicht, sondern beißen lediglich die Sehnen durch, um sie vollständig bewegungsunfähig zu machen.

Podengo Ibicenco – Ibizanischer Windhund
Der spanische Jagdhund, bekannt als Ibizan, zeichnet sich durch Wendigkeit und Schnelligkeit aus, die 65 km/h erreichen kann. Vertreter dieser Rasse nehmen häufig an Renn- und Coursing-Wettbewerben teil.
Schnelle und flinke Hunde sind ausgezeichnete Jäger, die ihre Beute nicht nur tagsüber, sondern auch in der Dunkelheit mühelos einholen. Die sprunggewaltigen Tiere können hohe Zäune überspringen. Sollte das Hindernis zu hoch sein, setzen die Ibizans ihren gesamten Einfallsreichtum ein und klettern notfalls beharrlich sogar auf Bäume.

Afghanischer Windhund
Vertreter dieses Jagdhunde-Stammes ähneln im Aussehen stark den oben beschriebenen Salukis. Aber im Unterschied zu ihren Verwandten haben sie eine wahrhaft königliche Statur. In puncto Eleganz und Anmut sind sie unübertroffen.
Hochwüchsige Tiere mit langem, seidigem Fell sind schnell und wendig. Sie können sich mit einer Geschwindigkeit von 65 km/h fortbewegen, was es ihnen ermöglicht, auf dem Feld mit Rennpferden mitzuhalten.
Darüber hinaus sind sie geschickte Springer. Halbmeterhohe Zäune stellen für sie kein wesentliches Hindernis dar. Dank ihres guten Gedächtnisses und ihrer hohen Sensibilität für vertraute Düfte finden Afghanische Windhunde mühelos den Weg nach Hause.

Russische Psowaja Barsaja
Hochwüchsige, elegante Hunde haben einen schmalen Körperbau und einen kräftigen, trockenen Konstitutionstyp. Vertreter dieser Rasse zeichnen sich durch hervorragendes Sehvermögen, ein scharfes Gehör und Aggressivität gegenüber anderen Tieren aus. Im 19. Jahrhundert waren die Vertreter dieser Windhundart aufgrund ihrer unglaublichen Laufeigenschaften und ihres fügsamen Wesens eine begehrte Zierde in den Hundezwingern russischer Gutsbesitzer.
Die Russischen Barsojs haben es in die Rangliste der schnellsten Hunde der Welt geschafft, da sie eine Geschwindigkeit von bis zu 65-70 km/h erreichen können. Dies ist besonders auf kurzen Strecken ausgeprägt.
Die Spurtgeschwindigkeit kann bis zu 90 km/h erreichen. Wenn der Barsoj aus einem Hinterhalt jagt, kann er beim Erreichen der Beute einen drei Meter weiten Sprung ausführen. Betrachtet man die Sprintbewegung von außen, entsteht der Eindruck, dass der Hund förmlich in der Luft zu schweben scheint, ohne den Boden zu berühren.

Vizsla – Ungarischer Vorstehhund
Der Jagdhund Vizsla besitzt ein aristokratisches Äußeres und eine unglaubliche Anmut. Seine Haupteigenschaft ist jedoch die Fähigkeit, die Laufrichtung im Sprung zu ändern. Während des Laufens erreicht er eine Geschwindigkeit von bis zu 57 km/h.
Der zweite Name der Rasse 'Vizsla', der aus dem Ungarischen übersetzt 'finden' bedeutet, ist voll und ganz gerechtfertigt. Der Vorstehhund besitzt eine feine Nase und zeigt hervorragende Ergebnisse in unwegsamem Gelände.
Außerdem sind diese Hunde hervorragende Schwimmer. Sie werden oft bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt.

Deerhound – Schottischer Hirschhund
Die seltene Rasse Deerhound, ein Vertreter der Hirschhunde, wird für ihre Geschwindigkeit, ihren Mut und ihre Klugheit geschätzt. Sie wurde nur zu einem Zweck gezüchtet: die Fährten von Huftieren zu verfolgen und bei der unbewaffneten Jagd die Beute zu hetzen.
Die Geschwindigkeit eines beschleunigten Deerhounds kann bis zu 55 km/h erreichen. Bei der Jagd sind Deerhounds energiegeladen und unermüdlich. Sie sind bereit, stundenlang ihrer Beute nachzujagen und unternehmen dabei schnelle Vorstöße auf der Suche nach Beute.

Pharaonenhund
Vertreter dieser seltenen Rasse sind für ihre Eleganz und Anmut bekannt, die sich gelungen mit Kraft und Stärke verbinden. Sie haben eine majestätische Haltung, eine hervorragende Nase und einen stark ausgeprägten Jagdinstinkt. Bei der Verfolgung von Beute erreichen die Pharaonenhunde eine Geschwindigkeit von 55 km/h.
Das Hauptmerkmal dieser Rasse, das keine andere besitzt, ist die Fähigkeit, in einem Freudenausbruch zu lächeln, indem sie die Lippen komisch verzieht und die Nase rümpft. Wenn der Pharaonenhund Verlegenheit empfindet, ist dies leicht an der geröteten Nasenspitze und der Umrandung der Augen zu erkennen.

Levrette – Italienisches Windspiel
Trotz ihres miniaturhaften und zerbrechlichen Aussehens haben die Vertreter dieser Rasse ein kräftiges Skelett und eine gut entwickelte Muskulatur. Dadurch sind sie in der Lage, innerhalb weniger Sekunden auf 40 km/h zu beschleunigen. Aufgrund ihrer bescheidenen Größe können die eleganten Schönlinge jedoch nicht vollständig Jagd- und Wachfunktionen erfüllen.
Die Levretten, die bereits im vierten Jahrhundert v. Chr. als Hofhunde in ägyptischen Palästen dienten, erfreuen sich auch heute großer Beliebtheit. Das Geheimnis liegt in der wundersamen Anmut der Rasse, die den Windhunden eigen ist, sowie in ihrer außergewöhnlichen Klugheit und aristokratischen Schönheit.

Man könnte noch lange die Hunderassen aufzählen, die auf die Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes beschleunigen können. Tatsächlich ist die Notwendigkeit, schnell zu rennen, für die meisten vierbeinigen Haustiere heute nur noch eine Formalität. Denn Situationen, in denen man seine Beute einholen oder umgekehrt einer Gefahr entkommen muss, kommen nicht allzu häufig vor.
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