Bully Kutta (Pakistanischer Mastiff, Indischer Mastiff)
Bully Kutta (Pakistanischer Mastiff, Indischer Mastiff) – eine ursprüngliche Rasse aus Indien und Pakistan. Ein sehr großer, kräftiger Hund vom Molossertyp mit ausgeprägtem Territorialverhalten und Aggression gegenüber anderen Hunden. Erfordert eine sehr ernsthafte Erziehung und fachgerechte Ausbildung. Im Heimatland verbreitet, aber außerhalb sehr selten.

Inhalt
Herkunftsgeschichte
Aufgrund fehlender Dokumentation besteht die Geschichte der Rasse Bully Kutta hauptsächlich aus Theorien und Annahmen. Pakistanische Mastiffs erschienen in der Antike. Sie wurden von der persischen Armee zur Bewachung und für militärische Zwecke eingesetzt. In Europa wurden sie erstmals in Griechenland gesichtet, wohin sie mit der Armee von Xerxes I. in den 500er Jahren v. Chr. kamen. Die Mastiffs wurden während der Herrschaft des Britischen Empire in Indien „verbessert“. Die Hunde wurden mit English Bullterriern, English Mastiffs und Jagdhunden gekreuzt. Zu dieser Zeit wurden große einheimische Hunde für die Bewachung und die Jagd auf Großwild (Tiger, Bären, Geparde, Büffel, Löwen) verwendet.
Der Name der Rasse Bully Kutta bedeutet aus dem Hindi übersetzt „stark faltiger Hund“.
Heute ist der Bully Kutta hauptsächlich in der Region Sindh und Punjab verbreitet (eine geopolitische und kulturelle Region, die Teile Ostpakistans und Nordindiens umfasst). In Pakistan werden die meisten BK als Kampfhunde eingesetzt, in Indien zur Bewachung. Die Kutta sind für ihre Ausdauer, Stärke und Tapferkeit bekannt.
Im Juni 2018 präsentierte Faisel Dogar auf der Sitzung der WKU-Standardkommission Informationen über die einheimische Rasse – den Pakistanischen Mastiff (Buli Kuta). Die Kommission nahm die vorgelegten Unterlagen zur weiteren Prüfung und Erstellung eines Arbeitsplans für die Rassengruppe an.
Aussehen
Bully Kutta – ein kräftiger, großer Mastiff mit starkem Knochenbau und breiter Brust, oft wird er mit mittelasiatischen Schäferhunden verglichen. Ein offizieller Rassestandard existiert noch nicht, aber auf Fotos ist zu sehen, dass der Pakistanische Mastiff ein besonderer Hundetyp mit charakteristischen Merkmalen ist.
- Widerristhöhe der Rüden: 69–89 cm; Gewicht: 64–95 kg;
- Widerristhöhe der Hündinnen: 56–71 cm; Gewicht: 54–77 kg.
Der Kopf ist groß, die Haut um den Fang und am Hals hängt locker herab und bildet Falten. Die Ohren sind hoch angesetzt, von mittlerer Größe und hängen am Kopf herab. Die Ohren werden meist sehr kurz kupiert. Die Augen sind relativ klein. Die Lefzen sind deutlich herabhängend. Die Kiefer sind sehr kräftig und stark, der Biss ist ein Scherengebiss. Der Nasenspiegel ist groß, mit gut geöffneten Nasenlöchern, in der Regel schwarz.
Der Hals hat eine lockere Wamme. Der Körper ist sehr kräftig, aber zugleich elegant. Der Brustkorb ist tief und breit. Der Rücken ist lang und fest. Die Läufe sind sehr kräftig und muskulös, mit festen Gelenken und kräftigem Knochenbau. Die Rute ist lang und verjüngt sich zur Spitze. Die Bauchlinie ist mäßig aufgezogen.
Die Haut ist lose und elastisch. Das Fell ist kurz, gerade und glatt. Es ist überwiegend weiß. Außerdem ist der Bully Kutta in Gelbbraun, Rot und Schwarz anzutreffen.

Charakter und Verhalten
Der Bully Kutta ist zurückhaltend, ruhig, intelligent und dominant. Er ist für seine hervorragenden Wachhundqualitäten und seine Aggressivität bekannt. Bei richtiger Erziehung von jungem Alter an entwickeln sich die Hunde zu treuen Beschützern und Begleitern ihres Besitzers. Ohne jedes Training können sie gefährlich und unberechenbar werden. Aus diesem Grund wird die Rasse nicht für Anfänger in der Hundehaltung und für Menschen empfohlen, die sich nicht sicher sind, einen riesigen, kräftigen Hund richtig erziehen zu können.
Wegen seiner äußerst aggressiven Natur erhielt der Bully Kutta den Spitznamen „Bestie aus dem Osten“.
Der Bully Kutta ist ein territorialer, furchtloser Hund, der sich stets in Alarmbereitschaft befindet. Im Umgang mit ihm ist Vorsicht geboten. Während einige Rassen zunächst warnen und erst dann zu aktiven Abwehrmaßnahmen übergehen, beißt der Bully Kutta zuerst und stellt danach Fragen. In manchen Ländern ist die Haltung des Bully Kutta wegen der hohen Aggressivität der Hunde verboten.
Jungtiere und Welpen sind sehr energiegeladen. Im Laufe des Erwachsenwerdens werden sie ruhig und sogar etwas phlegmatisch, aber nur solange um sie herum alles ruhig ist. Manche Bully-Kutta-Hunde haben ein ziemlich zutrauliches Wesen. In Pakistan werden solche Hunde nicht selten ausgesetzt gefunden. Wenn ein Hund nicht über die für Kämpfe oder den Wachdienst erforderliche Aggression verfügt, wird er nicht gebraucht.

Besonderheiten der Haltung
Der Bully Kutta ist ein sehr großer Hund, der viel Platz benötigt und nicht für die Wohnungshaltung geeignet ist. Die optimale Lösung ist ein Leben in einem geräumigen Hof oder auf einem Bauernhof. Tagsüber ruhen die Hunde meist im Zwinger oder sind angebunden. Nachts werden sie zum Bewachen des Grundstücks freigelassen.
Der Bully Kutta ist nicht besonders energiegeladen; manche Hunde liegen den ganzen Tag ruhig da, aber selbst sie sollten nicht unausgesetzt im Hof eingesperrt sein. Eine besondere Pflege ist für den Bully Kutta nicht erforderlich. Es genügt, den Hund gelegentlich zu bürsten und bei Bedarf zu baden. Ab und zu werden die Ohren kontrolliert und bei Verschmutzung gereinigt.
Gesundheit und Lebenserwartung
Die gesundheitlichen Probleme des Bully Kutta sind im Wesentlichen dieselben wie bei anderen Riesenrassen:
- Neigung zu Hauterkrankungen (Allergien, Vitiligo, gutartige Wucherungen, Talgzysten, Pyodermie);
- Augenkrankheiten (progressive Netzhautatrophie, Katarakt);
- Herzprobleme (Herzgeräusche, Klappeninsuffizienz, Vergrößerung des Herzmuskels);
- Erkrankungen des Bewegungsapparates (Hüftgelenksdysplasie, Arthritis, Arthrose);
- Magendrehung;
Lebenserwartung – 8-10 Jahre.

Wo kauft man einen Welpen der Rasse Bully Kutta?
Einen Welpen in Indien und Pakistan zu finden, ist kein Problem. Außerhalb dieser Länder ist die Rasse selten. Erst vor kurzem wurden einige Hunde nach China, Russland, in die USA (Texas) und einige andere Länder importiert.
Einen Welpen ohne die Hilfe eines professionellen Kynologen oder Züchters zu wählen, ist sehr schwierig. In Pakistan werden BK häufig mit anderen Rassen gekreuzt (Deutsche Dogge, American Bully und andere große Hunde). Es gibt sogar Berichte über Paarungen mit Dalmatinern. Manche Züchter verheimlichen die Tatsache eines Outcrosses nicht, andere verschweigen dies. Darüber hinaus gibt es verschiedene Typen des Bully Kutta, die sich äußerlich voneinander unterscheiden. Was die gewünschten Eigenschaften und den Charakter betrifft, bedeutet der Kauf eines Welpen von arbeitenden Elterntieren nicht, dass man einen Arbeitshund besitzt. Ein solcher Welpe hat die Anlagen, aber einen wirklichen Arbeitshund kann man nur großziehen.
Preis
Der Preis hängt vom Wert des Hundes, den Arbeitseigenschaften der Eltern, der geografischen Lage und vielen anderen Faktoren ab. Der Preis für einen Welpen in Indien und Pakistan übersteigt normalerweise nicht 500 Dollar, während er in den USA durchschnittlich 1500 Dollar beträgt.
Fotos und Videos
In der Galerie sind Fotos von Hunden der Rasse Bully Kutta (Pakistanischer Mastiff) gesammelt.
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