Führung durch das Katzenmuseum in Berlin
Seit vielen Jahren gibt es in Berlin ein kleines und gemütliches Katzenmuseum. Sein Gründer Helmut Glanz liebt Katzen und sammelt alles, was mit den pelzigen Lieblingen zu tun hat.
Seinen ersten Kater namens Uli fand er 1947 auf der Straße. „Ich war einfach bezaubert von diesem schönen und edlen Tier“, erinnert sich Helmut lächelnd.
Er wollte Uli sofort mit nach Hause nehmen. Doch Helmut musste seine Mutter lange davon überzeugen, die zunächst gegen eine Katze im Haus war. Heute leben bei Glanz mehrere tausend Katzen. Zwei bezaubernde Haustiere schnurren zärtlich auf dem Sofa, während die anderen Kätzchen in Form von Statuetten still in den Museumsvitrinen „sitzen“ oder die Museumsgäste von Bildern aus aufmerksam „studieren“.
Inhalt
Wie Helmut Glanz sein Museum gründete
Von jungem Alter an begann der Museumsgründer seine ungewöhnliche Sammlung zusammenzutragen. Auf Flohmärkten, in Antiquitätengeschäften und Souvenirläden – überall suchte er nach Gegenständen zum Thema Katzenwelt. Es war ihm egal, was er kaufte: eine schöne Porzellanpuppe einer Katze oder eine billige Vase mit einem darauf gemalten Kater. Außerdem erhält Helmut ständig Geschenke, auf denen unbedingt Katzen abgebildet sind. Seine riesige Sammlung fand in der alten Wohnung kaum Platz. Deshalb mieteten er und seine Frau eine neue Wohnung und eröffneten dort ein privates Katzenmuseum.

Eine Reise in die faszinierende Welt der Katzen
An der Tür der Wohnung des Museums ist eine schöne Katze abgebildet. Der Museumsbesitzer empfängt die Gäste herzlich und führt sie zum ersten Exponat seiner Sammlung. Es ist eine Porzellanfigur eines Katers, den Helmut 1948 auf einer Messe erstand. Im Museum gibt es sehr viele Porzellanfigürchen, die anschaulich verschiedene Seiten des Lebens der schnurrbärtigen und gestreiften Katzen zeigen. Da ist eine Statuette einer Katze, die mit einem Wollknäuel spielt, und eine andere Figur stellt einen Kater dar, der eine Maus belauert. Die Museumsbesucher betrachten diese Pracht mit großem Interesse und Bewunderung. Auch sind im Museum Figuren mystischer Wesen in Katzengestalt breit vertreten. Auf einer der Museumsvitrinen stehen elegante Teller, mit Katzenbildern bemalt, und Straußeneier in Form von Kätzchen. Und auf der Kommode thront stolz der gestiefelte Kater, gekleidet in ein Kostüm des neunzehnten Jahrhunderts.
Die außergewöhnliche Sammlung von Armbanduhren mit Katzenmotiven beeindruckt die Gäste. Es gibt exquisite Uhren aus der Jugendstil-, Art-déco- und vielen anderen Epochen. Katzenfiguren und -puppen stehen in jeder Ecke des Museums. Eine schwarze Pantherstatue verleiht der Tür zu einem der Räume eine besondere Note. Sogar die Schuhspanner im Flur sind in Katzentönen gestaltet. Das Katzenmuseum ist zweifellos eines der schönsten Museen der deutschen Hauptstadt.
.jpg)
Die Sammlungen des Museums
Helmut kann stundenlang über seine Schätze erzählen. Am liebsten mag er jedoch zwei Kaffeeservices. Und das ist kein Zufall. Auf jedem der Services sind Katzen abgebildet, die jemals in der Familie Glanz gelebt haben. Ein Krug ist mit einem Porträt des Katers Berlioz verziert. „Das ist unser armes Haustier, das unter den Rädern eines Autos ums Leben kam“, klagen die Glanzs. Dann führt der Gastgeber die Gäste in die liebevoll eingerichtete Küche seines Museums. Auch dort ist alles der Katzenwelt nachempfunden.
Tee trinken in der Museumsküche
In der Museumsküche versammeln sich abends oft Katzenliebhaber. Sie feiern die Geburtstage ihrer geliebten Haustiere oder diskutieren bei einer Tasse Tee die neuesten Nachrichten über Hauskatzen. „Keiner der Gäste leidet am Morgen nach unseren Zusammenkünften unter Kopfschmerzen von einem zusätzlichen Glas Wein“, bemerkt Helmut fröhlich.
Das Katzenmuseum befindet sich in Berlin in der Luisenstraße 38. An diesem wunderbaren Ort kann man dem Alltagsstress entfliehen und die reiche Sammlung der Familie Glanz bewundern. Außerdem kann man eine Tasse Kaffee mit den gastfreundlichen Gastgebern trinken.
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)


Übersetzung von O. W. Ryndina
Lesen Sie auch:
Kommentar hinzufügen