Neue Katzenrassen
Trotz der Existenz von Hunderten verschiedener Katzenrassen ruhen sich die Züchter nicht auf ihren Lorbeeren aus und experimentieren weiter, um weitere Meisterwerke zu schaffen. Hier sind nur einige der jüngsten Ergebnisse ihrer unermüdlichen und fruchtbaren Arbeit.
Lykoi
Monsterkatze – dieser Ausdruck kommt einem in den Sinn, wenn man ein Foto dieses niedlichen und zugleich schrecklichen „Wesens“ sieht. Der Name der Rasse bedeutet übersetzt „Werwolf“ oder „Wolodak“ – ein fiktives mythisches Wesen, das sich bei Vollmond in einen furchtbaren Wolf verwandelt. Entgegen der landläufigen Meinung, dass Lykoi-Katzen einen ähnlichen Genpool wie Sphynxe und Devon Rex haben, ist wissenschaftlich bewiesen, dass dies nicht stimmt.
Die neue Rasse entstand durch eine natürliche Mutation und anschließende Kreuzung mit kurzhaarigen Hauskatzen mit passender Farbe (schwarz mit lohfarbenen Abzeichen). Das offizielle Geburtsdatum dieser Originale ist das Jahr 2011. Im Jahr 2013 wurde ein Standard erstellt, jedoch gehören die Lykoi aufgrund der geringen Anzahl von Tieren noch immer zur Kategorie der vorläufig anerkannten Rassen.
Besonderheiten des Aussehens: völlig nackter Bauch und nackte Pfoten, weit geöffnete gelbe Augen, kahle „Brillen“ um die Augen. Das Fell sitzt in Büscheln auf dem Körper und bedeckt die faltige Haut, was einen zerzausten Effekt erzeugt. Die Unterwolle fehlt. Der Charakter dieser Katzen ist nicht weniger eigenartig als ihr Aussehen. Kurz gesagt: völlige Harmonie mit dem Besitzer und aggressives Verhalten gegenüber Fremden. Sie haben ausgeprägte Jagdinstinkte.

Karaket
Versuche, eine neue Hybridrasse mit Genen der Steppenluchs zu züchten, wurden bereits 2007 unternommen, aber erst 2014 gelang es russischen Felinologen, die jahrelange Arbeit zu Ende zu bringen. Heute ist sie offiziell von der TICA sowie vom Register in Russland ICU anerkannt. Aus dem Türkischen übersetzt bedeutet Karaket „schwarzes Ohr“.
Karaket haben ein sehr individuelles Aussehen, das an die charakteristischen Merkmale ihrer wilden Verwandten erinnert. Nämlich einen starken, muskulösen Körper, lange Gliedmaßen und große Pfoten, hoch angesetzte Ohren, die an Luchsohren erinnern. Der Körper eines erwachsenen Tieres kann eine Höhe von bis zu 50 cm und eine Länge von bis zu 90 cm erreichen, das Durchschnittsgewicht beträgt 10–12 kg. Aufgrund der pigmentierten Augenlider wirken die Augen des Karaket sehr hell und ausdrucksstark. Zwei vertikale und parallel zueinander verlaufende Striche auf der Stirn sind ein weiterer Hinweis auf seine Zugehörigkeit zu den freiheitsliebenden Steppenkatzen.
Trotz ihres recht großen Körperbaus und ihrer „wilden“ Abstammung sind die Tiere sehr friedlich und haben einen ausgeglichenen Charakter. Sie nehmen gerne an aktiven Spielen teil, lieben Kinder und verstehen sich bestens mit anderen Haustieren. In der Haltung sind sie anspruchslos, gewöhnen sich schnell an die Katzentoilette und können sogar an der Leine spazieren geführt werden. Sie haben keine Angst vor Wasser und ertragen das Baden gelassen.

Panteretta
Experimentelle Rasse, die sich noch in der Entwicklungsphase befindet, aber bereits erfolgreich auf der internationalen Ausstellung IPCBA registriert wurde. Das Ziel der Züchter ist es, eine Hauskatze mit liebevollem Charakter zu „erschaffen“, die optisch einer schwarzen Panther ähnelt. Bei der Kreuzung wurden Piski-Boby, Maine-Coons, Bengalische und Amur-Leopardenkatzen verwendet. Da die Rasse noch nicht endgültig ausgebildet ist, kann sie derzeit nicht frei erworben werden.
Äußerlich wirkt die Panteretta sehr anmutig und hat einen kräftigen, athletischen Körperbau. Charakteristische Merkmale sind ein breiter, keilförmiger Kopf, ausgeprägte Wangenknochen, ein starkes Kinn und ein kräftiger Hals. Die leicht schrägen Augen können goldene, kupferne, grüne oder bronzene Farbtöne aufweisen. Ein starkes Skelett und ein leicht gewölbter Rücken werden von großen runden Pfoten „gestützt“. Das Fell ist dicht und üppig, weich im Griff und glänzt gut in der Sonne.
Mit einer ausgeprägten Muskulatur ist die Katze ständig in Bewegung. Sie zeichnet sich durch Wendigkeit, Verspieltheit und gesunde Neugier aus. Sie ist weder ängstlich noch aggressiv. Sie ist ihren Besitzern treu, pflegeleicht und mag keine Einsamkeit.

Pskower Borzoi Sphynx
Die Rasse entstand aus der Kreuzung von Petersburger Sphinxen und einem einfachen Straßenkater aus Pskow (daher der Name). Die Zuchtarbeiten laufen weiter, daher hat der Borzoi-Sphinx noch keine offizielle Anerkennung erhalten. Äußerlich sehen die Tiere sehr spezifisch aus: schlanker Körperbau, kleiner Kopf mit hoch aufragenden Ohren, lange Beine. Die Augen sind groß und weit geöffnet. Das Fell fehlt am Körper. Die Haut hat eine gefleckte grau-goldene Farbe.
Vom Charakter her ist die Katze sehr verspielt und gesellig. Sie findet schnell einen Draht zu Menschen und gewöhnt sich an Veränderungen im häuslichen Umfeld. Sie zeichnet sich durch guten Appetit und Sauberkeit aus. Details über die Besonderheiten des Temperaments, der Haltungsbedingungen, der Ernährung und andere Feinheiten der Pflege dieser Tiere sind noch nicht bekannt. Als Geburtsjahr der Rasse gilt 2014.

Dwelf
Die experimentelle Rasse Dwelf, entstanden aus der Kreuzung von Munchkin, Sphynx und American Curl im Jahr 2009. Sie gehört zur Kategorie der kleinsten der Welt. Das Ergebnis ist eine Katze mit einer sehr charismatischen Erscheinung. Die Märchenhaftigkeit eines Elfen, verschönert durch die Erhabenheit einer Sphynx und „abgemildert“ durch die Sanftheit eines Bambi – so kann man die süße, haarlose Katze mit dem originellen Namen beschreiben.
Im Erwachsenenalter überschreitet das Gewicht des Winzlings 2 kg nicht. Er bewegt sich flink auf seinen kurzen Beinen fort und ruft nur Entzücken und Lächeln hervor. Die Hautoberfläche ist weich und fühlt sich wie Wildleder an. Die Färbung des Dwelfs kann variieren: von Weiß und Hellbeige bis zu dunkler Schokolade.
Im Gegensatz zu vielen Rassekatzen haben die winzigen „Elfen“ eine robuste Gesundheit, eine stabile Psyche und sind nicht anfällig für genetische Erkrankungen. Aufgrund ihrer zu empfindlichen und zarten Haut wird empfohlen, sie mit Babyshampoos oder Duschgels zu baden. Die Tiere sind sehr an ihre Besitzer gebunden, bleiben nicht gerne allein und sind sehr verärgert, wenn ihnen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Wenn man sich entscheidet, eine der genannten oder eine andere seltene Katzenrasse zu Hause zu haben, muss man bereit sein, dass ihr Preis nicht in Hunderten, sondern in Tausenden von Dollar liegen kann. Das ist durchaus logisch – Exklusivität sollte entsprechend kosten.
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