Wie nennt man übermäßige Liebe zu Katzen?
Eine Situation, in der ein Mensch eine übermäßige Anzahl von Haustieren hält und eine krankhafte Bindung zu ihnen entwickelt, wird als Anzeichen einer psychischen Störung betrachtet. Wie nennt man die übermäßige Liebe zu Katzen? Wenn der Besitzer buchstäblich kein Leben ohne seine Haustiere vorstellen kann, sie ständig mit Leckereien verwöhnt, dabei aber auf grundlegende Bedürfnisse verzichtet, kann es sich um eine spezifische Störung handeln. Dieser Zustand wird Ailurophilie genannt.
Wörtlich aus dem Griechischen übersetzt bedeutet der Begriff „Liebe zu Katzen“, in der Realität wird die Ailurophilie jedoch als eine ernsthafte psychische Störung angesehen. Sie kann nicht nur für den Besitzer selbst gefährlich sein, sondern auch für die Menschen in seiner Umgebung, da sie mit Kontrollverlust, sozialer Isolation und einer verzerrten Wahrnehmung der Realität einhergeht.

Inhalt
Gefährliche Symptome der Erkrankung
Von einer ungesunden Leidenschaft für Haustiere kann man sprechen, wenn ein Mensch in seinem Haus eine große Anzahl von Katzen hält, aber nicht in der Lage ist, ihnen die notwendigen Lebensbedingungen zu bieten. Er verschlechtert dadurch die Qualität seines eigenen Lebens, ohne die Enge und die mangelnde Hygiene zu bemerken.
Übermäßige Liebe zu Katzen ist ein pathologischer Zustand, der ohne fachgerechte Behandlung nur fortschreitet. Es ist wichtig, rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen, der die Krankheit diagnostiziert. Häufig äußern sich die Symptome darin, dass der Besitzer des Haustieres:
- nachts nicht richtig schläft, weil er befürchtet, den pelzigen Freund zu stören, der neben ihm im Bett schläft;
- bis zuletzt aushält und nicht auf die Toilette oder für andere Erledigungen geht, wenn eine Katze auf seinem Arm eingeschlafen ist;
- nachts aufsteht, um das klagend miaulende Haustier mit Milch oder Wurst zu erfreuen;
- jedes obdachlose Kätzchen bemitleidet und es nach Hause bringt;
- die Tür zur Toilette oder zum Badezimmer nicht schließt, damit das Haustier keine Angst vor Einsamkeit hat und nicht traurig ist;
- ständig jedem von den Streichen des vierbeinigen Freundes, seinen Vorlieben und Wünschen erzählt;
- für die geliebte Katze Kaviar und Fisch vom letzten Gehalt kauft, während er sich selbst einfaches Gemüse und Obst versagt;
- im ganzen Haus mehr Fotos von der Katze als Fotos von Verwandten und Kindern hat.
Achtung! Geschichten, die mit einer starken Liebe zu Katzen verbunden sind, enden nicht immer glücklich. Bei einer großen Ansammlung von Tieren in einer kleinen Wohnung beginnen sie sich aktiv zu vermehren, zu erkranken, verhungern oder sterben an anderen Katzenkrankheiten. Schmutz, Lärm, Gestank und unerträglicher Geruch beeinträchtigen nicht nur die anderen Haushaltsmitglieder, sondern auch alle Nachbarn.

Ursachen für die Entwicklung einer ungesunden Abhängigkeit
Westliche Wissenschaftler haben Untersuchungen durchgeführt und festgestellt, dass an der psychischen Störung, die mit einer pathologischen Liebe zu Katzen verbunden ist, hauptsächlich einsame ältere Frauen leiden. Allerdings kommen auch relativ junge Menschen vor, darunter auch Vertreter des starken Geschlechts. Die psychische Störung entwickelt sich oft nach einem schweren seelischen Trauma oder dem Verlust von Angehörigen. Zur Risikogruppe gehören Personen mit folgenden Persönlichkeitsmerkmalen:
- Fehlen stabiler sozialer Kontakte;
- geringes Selbstwertgefühl;
- anhaltende Depression;
- ständige Selbstunsicherheit;
- emotionale Instabilität.
Eine große Anzahl von Katzen im Haus füllt die Leere in der Seele. Haustiere geben dem Besitzer die Möglichkeit, seine eigene Bedeutung und sogar Überlegenheit zu spüren, denn ihn erwarten und lieben lebende Wesen. Sie sind von ihm abhängig und hüpfen buchstäblich auf den Hinterbeinen, um Aufmerksamkeit zu erregen und etwas Leckeres zu erbitten.
Wer kann unter Ailurophilie leiden?
Zur erhöhten Risikogruppe gehören ältere Menschen, die ohne nahe Angehörige sind und unter einem Mangel an Aufmerksamkeit und Fürsorge leiden. Eine besondere Rolle spielt, dass man mit Katzen im Gegensatz zu Hunden keine regelmäßigen Spaziergänge machen muss. Dies ermöglicht es dem Menschen, lange Zeit zu Hause in seinem „Kokon“ zu bleiben und sich ganz auf die Haustiere zu konzentrieren. Dennoch kommt Ailurophilie auch bei Menschen mittleren Alters vor.
Oft zeigt sich diese Störung bei Menschen mit schwierigem Charakter und einer Neigung zu Konflikten. Überdrüssig der Streitigkeiten und des Unverständnisses in ihrer Umgebung, richten sie all ihr Interesse auf ruhige und zärtliche Katzen, mit denen man sich nicht streiten kann, und finden in ihnen eine Quelle emotionalen Trostes.

Wie behandelt man die krankhafte Liebe zu Katzen?
Nur ein erfahrener Fachmann kann eine genaue Diagnose stellen und eine umfassende Behandlung verordnen. Vielmehr ist eine Konsultation mehrerer Ärzte erforderlich – eines Psychiaters, eines Psychotherapeuten und eines Psychologen. Oft erkennen kranke Menschen nicht, dass sie eine psychische Störung haben, und lehnen eine Behandlung ab. In solchen Situationen ist die Hilfe von nahestehenden Menschen notwendig, die vernünftige Argumente finden.
In schwerwiegenden Situationen sollten Menschen, die eine ungesunde Leidenschaft für Tiere haben, eine Behandlung in einer psychiatrischen Klinik durchlaufen. In dieser Zeit ist es besser, die vierbeinigen Freunde zu Freiwilligen oder in Tierheime zu geben, wo sie eine reale Chance haben, angemessene Besitzer zu finden und unter normalen Bedingungen zu leben. Pseudo-Mitgefühl und Gleichgültigkeit der Umgebung führen oft dazu, dass alle Haustiere des kranken Menschen sterben und er selbst alle sozialen Kontakte verliert und seine eigene Gesundheit ruiniert.
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1 Kommentar
Jana
Irgendein Versager hat einen Artikel über psychische Störungen geschrieben, wenn man mehr als eine Katze hält. Aber es kommt nicht in den Sinn, dass es einfach mitfühlendere Menschen gibt als diejenigen, die solche Theorien aufstellen, die überhaupt nicht fundiert und in Wirklichkeit nicht bewiesen sind. Nun, es gibt diesen Ausspruch — » je mehr ich Menschen kennenlerne, desto mehr liebe ich Tiere «, und das sagt etwas aus. Und außer uns Menschen hilft niemand den Katern (Katzen, Hunden). Man kann so viele Katzen halten, wie man möchte, aber sie müssen sterilisiert werden, um Gerüche in der Wohnung und deren Umgebung zu vermeiden. Und natürlich muss man Hygiene einhalten und täglich feuchte Reinigungen durchführen.
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