Versteht der Hund Wörter?
Die meisten Hundebesitzer betrachten ihren vierbeinigen Freund als Familienmitglied und unterhalten sich oft mit ihm. Der Hund schaut dem Besitzer aufmerksam in die Augen und hört ihm zu. Aber versteht der Hund Wörter? Hunde unterscheiden laut einer Studie kanadischer Wissenschaftler mehr als 100 Wörter. Haustiere verstehen keine bestimmten Ausdrücke, sondern bildhafte Konzepte.
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Der Hund kann Zeichen erkennen
«Bei der Dressur sind Gesten sehr wichtig», erklärt der Leiter eines kynologischen Zentrums in Madrid, Arsenio Sánchez. Hunde sprechen nicht. Das Tier muss sich den Befehl gedanklich vorstellen, um ihn zu verstehen. «In der Tierwelt gibt es keine Anweisungen», bemerkt der Kynologe. «Und der Hund nimmt keine Befehle wahr». Daher ist es am besten, Sprachbefehle mit konditionierten Signalen zu begleiten. Wir verbieten dem Hund beispielsweise, Katzen anzubellen.
Das Wort 'Katze' versteht das Tier nicht. Aber wenn wir dem bellenden Hund auf das Haustier zeigen und 'nein' sagen, dann lernt der Vierbeiner das Verbot.
Verschiedene Methoden der Hundeerziehung
«Dank akustischer und visueller Signale bringe ich dem Hund bis zu 50 Konzepte bei», teilt Sánchez seine Erfahrung mit. Ein Wort muss für den Vierbeiner eine Bedeutung haben. Besitzer vermitteln den Befehl manchmal falsch, der Hund merkt ihn sich nicht. Wenn der Hund das Wesentliche versteht, sind ihm die ernsthaftesten Ziele möglich.
Der Kanadier Stanley Coren teilte die Denkfähigkeiten der treuen Freunde des Menschen in drei Gruppen ein:
- Angeborene Fähigkeiten – Ausführung von Aufgaben durch die Hunderasse, für die sie gezüchtet wurde
- Adaptive Fähigkeiten – Fähigkeit, Probleme selbstständig zu lösen
- Lernfähigkeiten – Fähigkeit zu lernen
Die Fähigkeiten von Hunden entsprechen denen eines zweijährigen Kindes, das täglich etwa zehn Wörter lernt. Ein Hund kann darauf trainiert werden, bis fünf zu zählen und einfache Zahlen zu addieren.
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Außerdem teilte der Forscher reinrassige Hunde nach ihren Lernfähigkeiten in sechs Gruppen ein.
Jede Rasse benötigt eine bestimmte Anzahl von Wiederholungen der Aufgabe, um sich diese zu merken. Zur ersten Gruppe gehören Border Collies. Sie benötigen weniger als fünf Versuche, um einen Befehl zu verstehen. Pekinesen oder Chow-Chows lernen die Lektion erst beim dreißigsten Mal.
Für Hunde sind Bilder von Gegenständen wichtig
Forscher des Max-Planck-Instituts versuchten herauszufinden, ob Hunde- und Menschenfähigkeiten ähnlich sein könnten. Hunde nutzen, wie Menschen, Symbole, um sich etwas vorzustellen. Den Hunden wurden Fotos von Spielzeugen gezeigt, die sich im Raum befanden. Dann ließ man sie den Gegenstand auf dem Bild suchen. Vor dem Test spielten die Hunde gerne mit den im Test verwendeten Spielzeugen.
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Das Experiment zeigte, dass Hunde Wörter als Bilder von Gegenständen oder Phänomenen verstehen.
Übersetzung von O. W. Ryndina
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